Schnittstelle: Bitte frei machen

künstlerisch-wissenschaftliche Zwischennutzung Sorgenfrei 1

APRIL 2017 / Sorgenfrei 1 / Bremen
Im Rahmen einer einwöchigen Residenz an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft befassen sich die Performerin Katrin Bretschneider und die Bildende Künstlerin Doris Weinberger  mit der gleichermaßen bewunderten wie gefürchteten medizinischen Königsdisziplin - der Chirurgie. Sie recherchieren zu den Vorgängen des Schneidens und Nähens von menschlichen Körpern und über die besondere Beziehung von Chirurg_in und Patient_in. Im Zentrum steht die Paradoxie eines notwendigen Vertauensverhältnisses einerseits und der für den Eingriff notwendigenen Entpersonaliserung des Körpers anderseits. Welche Handlungen, Rituale und Sprechakte werden eingesetzt, um das Aufschneiden eines lebenden Körpers zu ermöglichen? Welche Rolle spielt dabei die Angst? Ihre Ergebnisse zeigen sie im Rahmen eines performativen Tischgesprächs.
 
Sorgenfrei ist der Name einer Straße in Bremen. In der Nachbarschaft befindet sich das Klinikum Bremen Mitte. An einem Ende der Straße steht das Haus mit der Hausnummer 1, das bis vor wenigen Jahren von Angestellten des Klinikums bewohnt wurde. Es umfasst rund 13 Zimmer auf vier Etagen und trägt noch die Spuren der letzten Bewohner_innen wie etwa eine umfangreiche Bierdeckelsammlung. Hier finden zwischen März und Juni zahlreiche Interventionen von Künstler_innen und Wissenschaftler_innen rund um den facettenreichen Begriff der Sorge statt.
 
Sorgenfrei 1 ist eine künstlerisch-wissenschaftliche Zwischennutzung von März bis Juni 2017. Ein Projekt der Die Jungen Akademie und der Schwankhalle in Kooperation mit dem Klinikum Bremen-Mitte. Gefördert von der Karin und Uwe Hollweg-Stiftung.
 
Fotos: Rachel Pasztor
 
 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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